Das Jahr begann mit zwei Umzügen. Stadtjugenddiakonin Inga Rohoff zog aus dem Jochen-Klepper-Haus in ihr neues Büro in der Kreuzkirche.
Zur selben Zeit fand auch die Zusammenlegung der beiden Büros von Pfarrsekretärin Britta Peters (tätig für die Christus- und die Kreuzkirchengemeinde) statt. Simon de Vries hat mit beiden in den umgebauten Räumlichkeiten in der Kreuzkirche gesprochen. Dabei hat er den einen oder anderen Aktenordner entdeckt, der noch seinen Platz sucht, aber auch jede Menge Fröhlichkeit. So entstand ein humorvoller Dialog.
SDV: Nach einer Woche Bürogemeinschaft in der Kreuzkirche – seid ihr schon richtig angekommen?
IR: Ja, das ging ganz schnell. Es ist zwar noch einiges zu sortieren, aber wichtig ist ja erstmal, dass die Kaffeemaschine steht und funktioniert.
BP (lacht): Mir ist eigentlich der Tee viel wichtiger. Ich muss aber auch sagen: Einerseits bin ich angekommen, andererseits noch nicht. Das Sortieren der Dinge ist das eine, aber bis Kopf und Herz so richtig angekommen sind, das dauert vielleicht noch ein wenig.
SDV: Wie kam es denn eigentlich zu den beiden Umzügen?
IR: Nachdem das Jochen-Klepper-Haus verkauft worden ist, wo ich mein Büro hatte, war es einfach nötig, einen neuen Ort zu finden. Aber es ist sowieso schon lange mein Wunsch gewesen, etwas zentraler in der Stadt zu arbeiten, um besser ansprechbar zu sein.
BP: Was die Zusammenlegung der beiden Büros von Christus- und Kreuzkirche angeht, haben wir lange überlegt, ob dies der richtige Schritt ist. Aber letztlich sprach vieles dafür: Die Verlässlichkeit, an einem Ort die ganze Woche über ansprechbar zu sein. Das Wegfallen vom Hin-und Hertragen vieler Ordner und Akten zwischen den Kirchen. Eine zentrale Kommunikationszentrale. Ich bin gerne im Pfarrhaus der Christuskirche gewesen, aber die Zusammenlegung war einfach eine sinnvolle Entscheidung der Kirchenvorstände.
SDV: Heißt das, du kommst gar nicht mehr in die Christuskirche?
BP: Doch, ich werde jeden Donnerstag von 10-12 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche sein. Dort richten wir ein kleines Büro ein, in dem auch der Kopierer stehen wird und ich freue mich über jeden, der in dieser Zeit zu mir kommt.
SDV: Und es gefällt euch offenbar bisher hier ganz gut?
IR: Wie kann man so ein schönes, großes Büro nicht gut finden? Es ist wirklich etwas ganz anderes, hier zu sein – ich komme jetzt viel lieber ins Büro. Jugendliche schauen einfach vorbei, wir sprechen miteinander oder bereiten Dinge gemeinsam vor. Das war vorher so nicht möglich. Ich habe den Eindruck, dass dadurch die Kontakte zu den Jugendlichen noch besser und enger werden. Hier ist wirklich ein Kommen und Gehen.
BP (schmunzelt): Der einzige Nachteil ist: Die Pastoren kommen hier auch ständig vorbei und sehen nach dem Rechten.
SDV: So viel Fröhlichkeit ist uns halt erst einmal grundsätzlich verdächtig. Unter uns ist ja im Scherz sogar schon vom inoffiziellen lutherischen Kompetenzzentrum die Rede gewesen – soll das jetzt der neue Name werden?
IR (lacht): Wenn es das „Inoffizielle Kompetenzzentrum“ wäre, könnte man es ja auch „In-Kompetenzzentrum“ abkürzen. Das wäre nicht gut. Nein, so sehen wir uns ja auch nicht. Wenn nun auch noch unsere Küsterin und die Pastoren hier einziehen würden, das würde den Namen vielleicht rechtfertigen, aber so nicht.
BP: Uns ist auch etwas anderes eigentlich viel wichtiger. Wir möchten gerne ein offenes Büro hier haben, in dem sich jeder mit seinem Anliegen willkommen fühlt. Wenn wir das mit unserer Arbeit erreichen und dann noch helfen können, dann sind wir schon zufrieden.
SDV: Das war heute schon ein wenig zu spüren. Vielen Dank für das Gespräch!