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	<title>Lutherisch in Nordhorn</title>
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	<description>Lutherisch in Nordhorn</description>
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		<title>Unternehmungen im Bergland-Kindergarten</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon de Vries</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergland-Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Waldwoche]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Frühling ist da und es zog uns in die Natur: Vor den Osterferien haben wir unsere jährliche „Waldwoche“ durchgeführt,...<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/unternehmungen-im-bergland-kindergarten/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Frühling ist da und es zog uns in die Natur: Vor den Osterferien haben wir unsere jährliche „Waldwoche“ durchgeführt, die wie immer super und erfahrungsreich war.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/05/Waldwoche-2012-Großeltern-109.png"><img class="alignright size-medium wp-image-5106" title="Waldwoche 2012 Großeltern 109" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/05/Waldwoche-2012-Großeltern-109-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a>Bei tollem Wetter haben wir den Wald mit seinen Bewohnern und Eigenschaften, im wahrsten Sinne des Wortes, genau „unter die Lupe“ genommen. Dabei war auch Franziska Huisken, die in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr für eine Woche bei uns eingesetzt wurde. Zum Abschluss wurde eine „Waldandacht“ mit Pastor Kersten gefeiert.</p>
<p>Des Weiteren hat die Sonnenblumengruppe im Rahmen ihres Kunstprojektes die städtische Galerie besucht und die Löwenzahngruppe durfte eine große Hühnerfarm besichtigen. Außerdem haben sich beide Gruppen durch fleißige Bastelarbeiten, Lieder üben, usw. auf zwei Großelternnachmittage vorbereitet. Dieser wurde von den Omas und Opas gerne angenommen und gut besucht.</p>
<p>Auch für die kommende Zeit, bis zu den Sommerferien, haben wir uns noch einiges vorgenommen: Unter anderem fahren wir in den Tierpark, um unseren Patenesel Titus zu besuchen. Im Juni findet für alle Vorschulkinder ein“ Klostertag“ im Kloster Frenswegen statt. Mit dem ganzen Kindergarten machen wir eine Fahrt nach Bentheim und besichtigen die „Burg Bentheim“. Mit den fünf- und sechsjährigen Kindern schauen wir uns auf der Freilichtbühne in Bad Bentheim dann im Juni „Das Dschungelbuch“ an.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-5107" title="Karneval Stdtische Galeriebesuch S onnenblumengruppe 09.03.2012 069" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/05/Karneval-Stdtische-Galeriebesuch-S-onnenblumengruppe-09.03.2012-069-300x181.png" alt="" width="300" height="181" /></p>
<p>Außerdem haben wir das KIKU-Mobil in unseren Kindergarten eingeladen. An zwei Vormittagen üben wir gemeinsam ein Zirkusprojekt ein, das dann am dritten Tag den Eltern vorgeführt wird. Das KIKU-Mobil ist eine Gemeinschaftsaktion vom TPZ Emsland und dem Landkreis Grafschaft Bentheim. Ausgebildete Kräfte erstellen mit den Kindern ein kleines Tanz-, Theater- oder Zirkusprojekt.</p>
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		<title>Neue Attraktionen auf dem Spielplatz</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 20:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon de Vries</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christus-Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Spielplatz]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten zwei Jahren mussten wir uns von einigen Spielgeräten auf dem Spielplatz unseres Christus-Kindergartens verabschieden, weil sie den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügten.</p>
<p>Jetzt konnten wir &#8211; dank der Unterstützung des Fördervereins &#8211; gleich zwei neue Geräte einweihen und den Kindern zum Spielen übergegeben.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/05/P4270017.png"><img class="alignright size-medium wp-image-5103" title="P4270017" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/05/P4270017-300x162.png" alt="" width="300" height="162" /></a>Hauptattraktion ist das neue Schiff, das natürlich erst einmal einer ordentlichen Schiffstaufe unterzogen werden musste. Gemeinsam mit Pastor Simon de Vries und der Taufpatin Frau Christa Brockmann wurde die Zeremonie auf dem Spielplatz vorgenommen und das neue Schiff auf den Namen „Wolfgang II“ getauft. Wolfgang lautete der Vorname des Ehemannes von Christa Brockmann, der die Pläne für das Vorgänger-Modell entwarf. Leider verstarb Herr Brockmann, bevor das Schiff fertig war. So erhielt schon das erste Schiff den Namen &#8220;Wolfgang&#8221;.</p>
<p>Am selben Tag wurde auch das neue Sandfloß eingeweiht &#8211; ein Spielgerät in Form eines Floßes, das auf vier Stahlfedern befestigt ist. Ein gutes Gleichgewicht ist hier gefordert. Beide Spielgeräte wurden von den Kinder begeistert in Besitz genommen.</p>
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		<title>Die Demokratie am Hindukusch verteidigen?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 17:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>

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		<description><![CDATA[Simon de Vries im Gespräch mit dem Nordhorner Soldat Torsten Schrap. über den Sinn von Auslandseinsätzen, Gehorsam und Verweigerung in...<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/die-demokratie-am-hindukusch-verteidigen/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simon de Vries im Gespräch mit dem Nordhorner Soldat Torsten Schrap. über den Sinn von Auslandseinsätzen, Gehorsam und Verweigerung in der Bundeswehr und den Spagat zwischen Beruf und Familie.</p>
<p><strong>Herr Schrap, mit uns beiden sitzt Ihr Sohn am Tisch, der im Sommer die Ausbildung bei der Bundeswehr beginnen möchte.<a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/die-demokratie-am-hindukusch-verteidigen/dscf2354klein/" rel="attachment wp-att-4827"><img class="alignright size-medium wp-image-4827" title="DSCF2354klein" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/DSCF2354klein-300x274.jpg" alt="" width="300" height="274" /></a> Haben Sie ihm dazu geraten?</strong></p>
<p>Nein, eher nicht. Als ich 1987 angefangen habe, vor der Wende, da waren wir ja eine Armee, die sich ausschließlich auf die Landesverteidigung konzentriert hat. An Auslandseinsätze hat damals niemand gedacht. Das ist jetzt bei meinem Junior ganz anders. Ich habe  versucht, ihm das auszureden, weil er von Anfang an damit rechnen muss, im Ausland eingesetzt zu werden, aber er stellt sich ja auch von vorneherein auf die neu strukturierte Bundeswehr ein.</p>
<p><strong>Zu Einsätzen ist es bei Ihnen dann ja aber auch gekommen.</strong></p>
<p>Ja, ich bin jetzt dreimal im Ausland gewesen. 2004 in Afghanistan, 2007 in Serbien und schließlich 2009 im Kosovo. Das Gute bei all dem war, dass ich Fluglotse bin. Das heißt: Ich werde nicht unmittelbar in gefährdeten Bereichen eingesetzt. Den gesicherten Bereich verlasse ich nur dann, wenn ich aus meinem Camp raus muss, das sich in Afghanistan z. B. auf dem internationalen Flughafen in Kabul befand. Ich bin dann über den Rollweg zum Tower, meinem Arbeitsplatz. Auf diesem kleinen Stück war natürlich jede Menge Publikumsverkehr: die afghanische Nationalpolizei, Geheimdienste, überall Autos mit rundum getönten Scheiben. Man wusste auch nicht, ob die herumlaufenden Afghanen einem wohl gesonnen waren oder nicht. Ich bin dieses kleine Stück anfangs immer nur mit der Hand an der geladenen Waffe gelaufen. Und im Tower selbst saßen wir im Prinzip auf dem Präsentierteller. Die zwei afghanischen Grenzschützer, die unten als Wache standen und von denen wir auch nichts Näheres wussten, hätten im Zweifel auch nicht viel zu unserem Schutze ausrichten können.</p>
<p><strong>Das heißt, dass Sie ansonsten gar nicht viel Kontakt zu Einheimischen gehabt haben?</strong></p>
<p>Im Camp selbst schon. Ob jetzt Bauarbeiter, der Friseur, der Schneider oder andere einheimische Helfer. Die wurden vorher auf ihre Gesinnung geprüft und für die Arbeit im Camp zugelassen und dann täglich in Sicherheitsschleusen, beim Betreten des Camps überprüft. Und im Tower selbst haben wir uns als Deutsche bemüht, die afghanischen Controller, die vorher ja den Flughafen geleitet haben, mit einzubeziehen. Die durften einmal am Tag ihre beiden afghanischen unbewaffneten Hubschrauber um die Stadt schicken. Ich habe wegen der Sicherheitslage völlig vermieden, in die Stadt zu gehen. Als einmal eine Schießübung in der Wüste angesetzt wurde, wollte ich nicht teilnehmen. Ich hatte doch hier in Deutschland das Schießen geübt.</p>
<p><strong>Ging das so einfach, dass Sie sich da verweigert haben?</strong></p>
<p>Ich habe Glück gehabt. Zwei Tage vorher wurde die Sicherheitsstufe hochgesetzt und die Schießübung abgesetzt. Ansonsten hätte ich mir wahrscheinlich ein wenig Ärger eingehandelt. Keine Ahnung, wie das ausgegangen wäre.</p>
<p><strong>Wie ist das überhaupt &#8211; diskutiert man in der Truppe den Sinn oder Unsinn von Einsätzen wie den in Afghanistan?</strong></p>
<p>Na klar. Das diskutieren wir schon kontrovers. Da hat auch jeder seine eigene Meinung dazu.</p>
<p><strong>Wie ist denn Ihre?</strong></p>
<p>Meiner Meinung nach ist der Einsatz in Serbien und Kosovo absolut sinnvoll. Da habe ich den Eindruck, dass meine Arbeit wirklich dazu beiträgt, dass dort nicht wieder neue schlimme Konflikte ausbrechen. Wenn wir aus dem im Kosovo rausgehen, dann passiert wieder Schlimmes, denke ich. Den Einsatz in Afghanistan sehe ich skeptisch. Ich sehe  nicht, dass ich die „deutsche Demokratie am Hindukusch verteidigen“ müsste. Und weil es dort auch ungleich gefährlicher ist, habe ich mich nach meinem ersten Einsatz freiwillig für Serbien und den Kosovo gemeldet, um nicht wieder nach Afghanistan zu müssen.</p>
<p><strong>Hätten Sie sich denn verweigern können, wenn man Sie ins Ausland schickt?</strong></p>
<p>Das ist eine gute Frage, die ja auch meine Berufseinstellung betrifft. Und da ist es bei mir so, dass ich sage: Die Armee hat sich nun einmal leider verändert. Und wenn ich dran bin, dann bin ich dran. Ich kann nicht die Vorzüge des Berufes genießen und mich dann verweigern. Letztlich gibt es bei uns ja auch Befehl und Gehorsam. Und dann gehe ich auch nicht hin und mache auf krank. Auf diese Weise könnte man natürlich versuchen, sich zu drücken. Ansonsten war bei uns eine Reihenfolge ausgelost worden, wer wann gehen muss. Einige sind natürlich auch heiß auf einen Einsatz &#8211; auch wegen des Geldes. Aber das war bei mir anders.</p>
<p><strong>Haben Sie sich denn in Afghanistan eher als Besatzer oder als Aufbauhelfer empfunden?</strong></p>
<p>Hmm, das ist schwer. Eigentlich weder noch. Man muss natürlich ganz klar sagen: Als die Amerikaner rein gegangen sind, waren wir in Solidarität als NATO-Truppen natürlich auch erst einmal Besatzer. Wir haben ja z. B. den Afghanen dort im Flughafen Kabul die Führung ihres Flughafens weggenommen. Jetzt, wo wir da sind, gibt es natürlich den Versuch, Aufbauhilfe zu leisten und die Macht der Taliban zu beschränken. Aber ich glaube, selbst wenn wir noch zehn Jahre bleiben würden: Wenn wir da rausgehen, dann nehmen sich die Taliban wieder das, was sie haben wollen. Dann geht auch die Unterdrückung der Frauen sofort wieder los. Man muss sich ja nichts vormachen: Auch die Aufbauhilfe machen wir nicht ohne Eigeninteresse, um z. B. den Drogenhandel zu beschränken und eigene Wirtschaftsinteressen sowie westliche Denkweisen einzubringen. Es ist allerdings so, dass die deutschen Soldaten im Vergleich zu anderen Nationen in Afghanistan sehr gut angesehen sind. Trotzdem wollen sie natürlich auch uns raus haben.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/die-demokratie-am-hindukusch-verteidigen/dsc00949klein/" rel="attachment wp-att-4828"><img class="alignleft size-medium wp-image-4828" title="DSC00949klein" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/DSC00949klein-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Denkt man denn im Camp viel an die Familie zu Hause?</strong></p>
<p>Sehr viel. In Afghanistan war es relativ schwierig und teuer zu telefonieren. Ich habe viel an meine Frau und Kinder gedacht. Mein Kleiner war damals gerade drei Jahre alt. Die sieben Wochen, die ich in Afghanistan war, hat er kein Wort mit mir am Telefon gesprochen, obwohl er reden konnte. Da musste ich für mich die eine oder andere Träne wegdrücken.</p>
<p><strong>Haben Sie sich dann auch einmal an einen Psychologen oder Seelsorger gewendet?</strong></p>
<p>An einer Stelle habe ich einmal überlegt, ob ich das tue. Das hatte aber weniger mit dem zu tun, was ich dort gesehen habe, sondern mehr mit meinem Umfeld. Auch bei uns gibt es einige Kameraden, die meinen, sie müssten besonders cool sein und dürften keine Schwäche zeigen. Und von denen gab es dann Sprüche, wenn ich z. B. einmal mit verheulten Augen vom Telefonieren kam. Das hat einfach zu Konflikten geführt und wir haben kaum noch miteinander geredet. Das war psychisch hart an der Grenze. Wir haben dann später in Deutschland noch einmal darüber gesprochen und es gab dann auch eine Entschuldigung von denen. Für mich ist ganz wichtig, sich eigene Schwächen einzugestehen. Eigentlich ist das eine Stärke. Menschen, die nur „auf dicke Hose machen“, sind weniger berechenbar.</p>
<p><strong>Und die Rückkehr nach Hause zur Familie?</strong></p>
<p>War auch nicht einfach. Da ist man zwei Monate getrennt und kommt zurück in ein Leben, das einfach ohne einen weiter gegangen ist. Da muss man erst einmal wieder seinen Platz in der Familie finden.</p>
<p><strong>Was für Reaktionen bekommen Sie denn von Deutschen?</strong></p>
<p>Vielfach sind wir in der Vergangenheit als Soldaten in unserer Öffentlichkeit nicht gut angesehen gewesen. Dafür habe ich gar kein Verständnis. Ich habe mir doch nicht ausgesucht, nach Afghanistan zu gehen und sehe diesen Einsatz selbst kritisch. Dann muss man sich an die Politiker wenden, die dafür verantwortlich sind. Aber ich merke auch, dass sich die Haltung etwas verändert hat. Viele Freunde haben früher immer zu mir gesagt: „Du kneifst doch sowieso, wenn mal was passiert.“ Wenn sie heute hören, in welchen Einsätzen ich war, dann erlebe ich schon viel Respekt.</p>
<p><strong>Den habe ich in diesem Gespräch auch bekommen. Vielen Dank dafür und für Ihre Offenheit!</strong></p>
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		<title>Frieden &#8211; theologisch betrachtet</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 17:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann und will mich nicht daran gewöhnen. An Bilder von Gewalt und Krieg. An Frauen und Kinder, die um...<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/frieden-theologisch-betrachtet/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Ich kann und will mich nicht daran gewöhnen.</h6>
<p>An Bilder von Gewalt und Krieg. An Frauen und Kinder, die um ihre Männer und Väter trauern und ihren unsagbaren Schmerz herausschreien.</p>
<h5>Ich kann und will mich nicht daran gewöhnen.</h5>
<p>An diktatorische Regime, die ihre Soldaten anweisen auf Bürger zu schießen. Bürger, die möglicherweise Freiheit wollen und sich nach einem anderen und selbstbestimmten Leben in Freiheit und Verantwortung sehnen.</p>
<h4>Ich kann und will mich nicht daran gewöhnen.</h4>
<p>In unserer Welt toben unzählige Kriege und unsagbares Leid wird damit über Menschen und ganze Völker gebracht. Persönlich habe ich immer noch meinen Großvater vor Augen, der aus russischer Kriegsgefangenschaft mit abgeschossener Hand nach Hause zurückkehrte und bis zu seinem Lebensende ein sichtbares Zeichen von Krieg am eigenen Körper trug.</p>
<p>Wie dankbar können wir für die friedliche Revolution von 1989 in unserem eigenen Land sein. Die Sehnsucht nach Freiheit in Frieden kann durch Mauern und Selbstschussanlagen immer nur für bestimmte Zeit aufgehalten werden. Die Montagsgebete in den Kirchen waren Ausdruck einer Friedenshoffnung, die für eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen mit dem eigenen religiösen Bekenntnis zu tun hatte. Doch viele von denen, die damals mutig auf den Straßen von Leipzig, Dresden oder Berlin demonstrierten, hatten auch Angst und ihr Testament bereits gemacht.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/04/blume.png"><img class="alignright size-medium wp-image-4872" title="blume" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/04/blume-300x191.png" alt="" width="300" height="191" /></a>Die Welt hat den von Gott begründeten Anfangsfrieden nicht nur einmal pervertiert. Die Schöpfungsgeschichte aus dem Alten Testament erinnert daran, dass Friede die letztgültige Bestimmung der Welt ist. „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (Genesis 1,31). Nach alttestamentlichem Verständnis ist der Shalom eine von Gott geschenkte Gabe, die das Wohl der Israeliten zum Inhalt hat, mit denen Gott einen Friedensbund geschlossen hat. „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.“ (Jesaja 54,10).</p>
<p>Garant und Maßstab dieses Friedens ist das göttliche Recht. Der kontinuierliche Ruf nach Buße und Umkehr verdeutlicht, dass dieser Friede immer auch brüchig ist und für selbigen gelebt und gebetet werden muss.</p>
<p>Im Neuen Testament ist Jesus Christus der Inbegriff des Anbrechens des Reiches Gottes. „Denn Er ist unser Friede“, lesen wir im Epheserbrief. Im Leben Jesu ist die Überwindung von Feindschaft und Gewalt ein prägendes Leitmotiv und in der Bergpredigt werden die Friedensstifter selig gepriesen. „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9) Jesus fordert sogar die Feindesliebe ein und empfiehlt dem persönlichen Gebet diejenigen an, die einem das Leben zur Hölle machen: „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“ (Matthäus 5,44)</p>
<p>Auf beeindruckende Art und Weise wird dieses Evangelium von den sogenannten Friedenskirchen (Mennoniten, Quäker) gelebt, die den Verzicht auf jegliche Form von Gewalt immer wieder anmahnen. Aber auch im gesellschaftlichen und politischen Bereich gibt es starke Persönlichkeiten oder Gruppierungen, die dazu beitragen, dass Krieg und Gewaltanwendung völkerrechtlich und moralisch geächtet werden.</p>
<p>Frieden zu haben oder zu schließen bleibt eine Herausforderung. Für jeden Einzelnen, aber auch für das Zusammenleben und das Verständnis der Religionen untereinander. Ein Gebet aus dem Evangelischen Gesangbuch (Nr. 826) möge uns leiten und führen, wenn es in uns oder um uns herum friedlos ist:</p>
<p>Herr, unser Gott.<br />
Auch dieser Tag ist belastet mit Unfrieden.<br />
Wir tragen selbst dazu bei, dass Angst, Vergeltung und Gewalt von neuem mächtig werden.<br />
Wir bitten: Lass uns mutiger bekennen, treuer beten, fröhlicher glauben, brennender lieben.<br />
Herr, schenke uns einen neuen Anfang und gib der Welt deinen Frieden.<br />
Ohne dich können wir nichts tun.<br />
Herr, erhöre uns ! Verleih uns Frieden gnädiglich. Du bist unser Friede.<br />
Dieser Tag steht in deinen Händen.<br />
Amen.</p>
<p>(von Thomas Kersten)</p>
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		<item>
		<title>Internationale ökumenische Friedenskonvokation</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 17:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Mai 2011 fand auf Jamaika die „Internationale ökumenische Friedenskonvokation“ statt. Sie war zugleich Abschluss der „Dekade zur Überwindung von...<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/internationale-okumenische-friedenskonvokation/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Im Mai 2011 fand auf Jamaika die „Internationale ökumenische Friedenskonvokation“ statt. Sie war zugleich Abschluss der „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ und Ermutigung zu Gewaltlosigkeit, Frieden und Gerechtigkeit. Der ehemalige Nordhorner Diakon Henry Schwier war mit dabei und berichtet:</p>
<p>Können 1000 „Friedens-Profis“ aus 160 Ländern in 9 Tagen die Welt tatsächlich verbessern? Ein wenig schon, denke ich. Der Austausch von Erfahrungen und Know-How und die Diskus<a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/internationale-okumenische-friedenskonvokation/henry-schwier-klein/" rel="attachment wp-att-4816"><img class="alignright  wp-image-4816 alignnone" title="Henry Schwier klein" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/Henry-Schwier-klein-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>sionen mit Menschen aus aller Welt waren eine große Bereicherung für mich. Dieses Voneinander-Lernen geht weit über die Friedenskonvokation heraus.</p>
<p style="text-align: left;">Was mich in Kingston am meisten beeindruckt hat, war der Austausch über die Projekte und Initiativen, die auf der ganzen Welt während der „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ (2000-2010) gelaufen sind. Das Teilen der Erfahrungen in diesen Projekten ist gut gelungen. 160 Workshops aus der Praxis für die Praxis waren sehr anschaulich, die Projektbesuche in Kingston bewegend, zum Teil auch erschütternd.</p>
<p style="text-align: left;">Aber es hätte auch das eine oder andere besser laufen können auf der Konvokation: Das Know-How der 1000 „Friedens-Profis“ hätte viel stärker genutzt werden müssen. Die spürbare Energie dieser Menschen, den Frieden nach vorne zu bringen, ist nicht wirklich fruchtbar gemacht worden. So ist das Schlussdokument am Ende zwar viel besser als zunächst erwartet &#8211; aber ein Weckruf an die Menschheit ist es nicht. Auch waren die Podien zumeist innerkirchlich geprägt. Hier hätte ich mir mehr Auseinandersetzungen und Diskussionen mit Politikern, Wirtschaftsführern und „Vordenkern“ gewünscht. Trotzdem bleiben wertvolle Erinnerungen. Vier wichtige Erfahrungen waren für mich:</p>
<p style="text-align: left;">
<ul class="squarelist">
<li>Die Gottesdienste, die wir gefeiert haben, waren beeindruckend und begeisternd. Hier war der „Spirit“ der Konferenz deutlich spürbar.</li>
<li>Der Besuch von Projekten vor Ort hat mich „geerdet“. Wünsche und Machbarkeit stehen dabei in einem Spannungsfeld, das nicht nur negativ gewertet werden darf.</li>
<li>Die tödliche Ausbreitung von Kleinwaffen in der Welt finde ich erschreckend. Auch hier leiden Kinder und Frauen zuerst. Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt &#8211; das macht mich wütend.</li>
<li>Zwei Tage Urlaub habe ich anschließend in Jamaika gemacht &#8211; ganz nahe bei den Menschen. Zu erfahren, dass ca. 70% der Frauen und Mädchen in Jamaika Erfahrungen mit Missbrauch und Vergewaltigung gemacht haben und ca. 90% der Jamaikaner kaum lesen oder schreiben können, beeinflusste auch meinen Kurzurlaub.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"></p>
<div id="attachment_4821" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/internationale-okumenische-friedenskonvokation/foto-henry-schwier-rote-karte-770-x-922-pixel-informell/" rel="attachment wp-att-4821"><img class="size-medium wp-image-4821" title="Foto Henry Schwier Rote Karte 770 x 922 Pixel informell" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Henry-Schwier-Rote-Karte-770-x-922-Pixel-informell-250x300.jpg" alt="" width="250" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Henry Schwier arbeitet als Diakon und Fundraiser in den Ev.-luth. Kirchenkreisen Lüneburg und Bleckede. Er war 10 Jahre lang Projektkoordinator der Dekade zur Überwindung von Gewalt im Kirchenkreis Lüneburg</p></div>
<p style="text-align: left;">Was müssen, können und sollten die nächsten Schritte sein? Ich bin davon überzeugt, dass die Themen des konziliaren Prozesses, nämlich „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ die Zukunftsthemen der Kirchen sind. Wir müssen diese Themen wieder viel stärker zu den Menschen in unseren Gemeinden tragen &#8211; mit klaren und verständlichen Botschaften.</p>
<p style="text-align: left;">In Kingston habe ich den Geist des Aufbruchs gespürt. Wenn die Christenheit weiter zusammenrückt und ihre vielen guten Gestaltungsmöglichkeiten viel lauter „herausruft“ – dann ist die Kraft der Veränderung in Richtung Frieden stärker wahrnehmbar: Frieden ist möglich!</p>
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		<title>Was kann man heute vor Ort für den Frieden tun?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 15:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensgebet]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Nordhorner Initiativen für den Frieden stellen sich vor: &#160; Arbeitskreis Frieden Frieden braucht Leben! Der Arbeitskreis Frieden (AK Frieden)...<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/was-kann-man-heute-vor-ort-fur-den-frieden-tun/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Nordhorner Initiativen für den Frieden stellen sich vor:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Arbeitskreis Frieden</h5>
<p>Frieden braucht Leben! Der Arbeitskreis Frieden (AK Frieden) Nordhorn ist Teil der weltweiten Friedensbewegung. Im Jahr 1981 nahm er seine friedenspolitische Arbeit auf und blickt auf inzwischen 30 Jahre Friedensarbeit zurück.</p>
<div id="attachment_4836" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/was-kann-man-heute-vor-ort-fur-den-frieden-tun/ak-frieden-klein/" rel="attachment wp-att-4836"><img class="size-medium wp-image-4836" title="AK Frieden klein" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/AK-Frieden-klein-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Marianne Schnelle, Ulla Revermann, Lou Bakker-Weckenbrock und Gudrun Wiegand-Möller</p></div>
<p>Dieses kleine Jubiläum feierten wir am Entstehungsort der Initiative, dem Martin-Luther-Haus, in Anwesenheit von Pastor Günter Vogel, dem Gründer des AK Frieden Nordhorn. Die Gründung fiel in die Zeit des Nato-Doppelbeschlusses.</p>
<p>Ein Rückblick zeigt die vielen Aktivitäten des AK Frieden gegen Krieg und seine Ursachen, gegen den Hunger in der Welt, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Militarismus und Faschismus. Der AK Frieden Nordhorn versucht dagegen zu halten mit Mahnwachen, Ausstellungen, Lesungen, Beteiligung an Demonstrationen, Unterschriftaktionen und Partnerschaften zu anderen Friedensgruppen. Wir gestalten und organisieren beispielsweise den 27. Januar, den Tag des Gedenkens an alle Opfer des Faschismus.</p>
<p>Ein Ziel war und ist eine Selbstverständlichkeit für die Mitglieder des AK Frieden: Der Bombenabwurfplatz Nordhorn-Range muss weg. Unser Engagement für dieses Anliegen hat auch Freundschaften mit Mitgliedern der Bürgerinitiativen „Pro Heide“ und „Freie Heide“ entstehen lassen. Letztere hat sich aufgelöst, denn sie hat ihr politisches Ziel erreicht: Das Bombodrom ist durch aktive Friedensarbeit verhindert worden. Doch die Freundschaft ist geblieben und wenn wir dabei etwas gelernt haben, dann ist es: Widerstand muss Spaß machen.<br />
Die Welt ist voller Kriege. Trotz großer Finanznot blüht das Waffengeschäft. In Griechenland bleiben trotz großer Einschnitte im sozialen Bereich die Rüstungsausgaben unangetastet. Steigende Lebensmittelpreise fördern die Hungersnot. Der Klimawandel  birgt neue Gefahren. Die Militarisierung der Weltmeere nimmt zu, ebenso das Flüchtlingselend. Dies sind einige Probleme, die die Menschheit noch lange in Atem halten werden. Die Verteilungskämpfe um die Ressourcen auf diesem Planeten werden auch in Zukunft bestehen bleiben und wenn die Menschheit nicht andere Lösungswege sucht, um diese Probleme zu lösen, werden sie sich noch verstärken.</p>
<p>Der AK Frieden plant, in naher Zukunft eine Webseite einzurichten, um Friedensnachrichten und eigene Aktivitäten bekannt zu machen und öffentlich zu bestimmten Themen Stellung zu beziehen. Wer Lust hat dabei mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen. Überhaupt: Friedensarbeit braucht Verstärkung. Es bleibt die Aufgabe von Friedensgruppen, auch in der nahen Zukunft verstärkt auf Hintergründe hinzuweisen und die Verklärung humanitärer Interventionen als das zu zeigen, was sie sind: Krieg. Leben braucht Frieden.</p>
<p>(von Marianne Schnelle und Ursula Revermann)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Amnesty International</h5>
<p>„Kein Frieden ohne Menschenrechte“ &#8211; so dachten die Männer und Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Führung von Eleanor Roosevelt die 30 Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ verfassten, die am 10.12.1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Sie sollte die Welt sicherer machen und einen weiteren Weltkrieg verhindern. Sie sollte die Rechte der Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt vor Übergriffen durch ihre Regierungen schützen. Das Recht auf Leben, Schutz vor Folter, Recht auf würdiges Wohnen, auf freie Meinungsäußerung, Schutz vor Verfolgung aufgrund des Geschlechtes, religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit und politischer oder sexueller Orientierung &#8211; all dies ist in den 30 Artikeln festgeschrieben.</p>
<p>Auf diese Erklärung der Menschenrechte stützt sich die Arbeit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die 1961 in London gegründet wurde. Rasch entstanden in vielen Staaten der Welt nationale Abteilungen, aufgegliedert in viele Ortsgruppen. 1975 wurde auch in Nordhorn eine Gruppe gegründet, die seither ununterbrochen existiert.</p>
<p>Heute arbeiten acht aktive Mitglieder mit und treffen sich an jedem erstem Mittwoch im Monat, um Aktivitäten zu planen. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind Menschenrechtsverletzungen im südpazifischen Raum und im Gebiet Israel/Palästina/besetzte Gebiete. Wir schreiben Briefe an Behörden, fürhen Informationsveranstaltungen in Nordhorn durch, stehen gelegentlich auf dem Wochenmarkt, nehmen seit vielen Jahren am Internationalen Frauentag mit einer Aktion zugunsten verfolgter Frauen teil und produzieren jeden Monat eine Radiosendung, die an jedem vierten Dienstag des Monats um 20 Uhr auf der Ems-Vechte-Welle gesendet wird.</p>
<p>Jeden Monat liegen auch in Ihrer Kirche Karten der „Aktion des Monats“ aus, in dem auf den Fall eines Menschen aufmerksam gemacht wird, der zu Unrecht verfolgt wird und dem mit einer solchen Postkarte geholfen werden soll. Amnesty weiß, dass in 40 Prozent aller Fälle solche Karten erfolgreich sind. Sie können sich an dieser Aktion beteiligen, wenn Sie eine Karte unterschreiben, frankieren und absenden.</p>
<p>Vom 02.-28.04.2012 zeigen wir in der Stadtbibliothek eine Ausstellung über „Bootsflüchtlinge“. Dabei geht es um Menschen, die versuchen, von Asien oder Afrika über das Meer nach Europa zu gelangen. Viele werden schon auf dem Meer abgefangen oder ertrinken. Vor unseren Augen spielt sich hier eine humanitäre Katastrophe ab. Es wird auch eine Vortragsveranstaltung geben. Den Termin werden Sie den Grafschafter Nachrichten entnehmen können. Wir freuen uns über neue Mitglieder.</p>
<p>(von Magdalena Hüging)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Das ökumenische Friedensgebet</h5>
<div id="attachment_4839" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/was-kann-man-heute-vor-ort-fur-den-frieden-tun/olympus-digital-camera-8/" rel="attachment wp-att-4839"><img class="size-medium wp-image-4839" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/Friedensgebet2-klein-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Friedensgebets unterwegs</p></div>
<p>Seit über 20 Jahren trifft sich unser ökumenischer und übergemeindlicher Kreis mit dem Anliegen, für den Frieden in der Welt zu beten und einander über Krisengebiete und aktuelle Probleme, die unsere Solidarität erfordern, gegenseitig zu informieren. Das Friedensgebet findet grundsätzlich an jedem ersten Montag im Monat um 18.30 Uhr (außerhalb der Schulferien) im Gemeindehaus der Kreuzkirche statt.</p>
<p>Wir sind ein offener Gebetskreis aus fast allen Nordhorner Konfessionen. Das ökumenische Friedensgebet wird jeweils aktuell in den GN angekündigt. Die Gestaltung der Abende übernehmen wir zum Teil selbst, indem wir uns meist zu zweit auf ein Land oder Anliegen vorbereiten und eine kleine Liturgie entwerfen.</p>
<p>Unsere Themen, die wir gemeinsam absprechen, sind vielfältig: Sie betreffen z. B. den Krieg in Afghanistan, die Arbeit von amnesty international, Probleme der Globalisierung, das Weltgebetstagsthema der Frauen oder auch unsere Träume von einer friedlichen Welt, wie sie uns Gott verheißt. Wenn wir Referenten gewinnen können, die uns informieren und die Gebetsthemen unseres Kreises bereichern, nehmen wir dies gerne wahr.</p>
<p>Wir würden uns freuen, wenn noch andere Interessierte, denen der Frieden dieser Welt ein Anliegen ist, regelmäßig oder sporadisch am Friedensgebet teilhaben würden. Seien Sie also herzlich eingeladen!</p>
<p>(von Almut Sander)</p>
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		<title>Wie haben Sie den 8. Mai 1945 erlebt?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 15:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Johannes Peter Voget war langjähriger Pastor der evangelisch-reformierten Gemeinde Nordhorn. Er berichtet von seinen Erinnerungen an den 8. Mai 1945....<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/wie-haben-sie-den-8-mai-1945-erlebt/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Johannes Peter Voget war langjähriger Pastor der evangelisch-reformierten Gemeinde Nordhorn. Er berichtet von seinen Erinnerungen an den 8. Mai 1945.</p>
<p>Meine Situation am 8. Mai 1945, dem „Kapitulationstag“ des sogenannten Dritten Reiches, war geprägt durch meine Kriegsverletzungen, die ich gegen Kriegsende erlitten hatte. In der Osterzeit 1943 wurde ich als 18-jähriger zum Ende der Unterprima (12. Schuljahr) aus dem Gymnasium in Emden heraus in den Kriegsdienst befohlen.</p>
<div id="attachment_4665" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/?attachment_id=4665" rel="attachment wp-att-4665"><img class="size-medium wp-image-4665" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/Johannes-Peter-Voget-klein-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Johannes Peter Voget war langjähriger Pastor der ev.-ref. Gemeinde Nordhorns</p></div>
<p>Unter anderem im heutigen Weißrussland war ich als Funker bei einer berittenen Artillerieeinheit eingesetzt und kam dann zum Kriegsende als Verwundeter über Ungarn in meine Heimatstadt nach Emden. Aus dem Lazarett in Emden musste ich zur Weiterbehandlung meiner Verletzungen ins Krankenhaus nach Sanderbusch (bei Wilhelmshaven) transportiert werden. Hier erlebte ich das Ende Hitler-Deutschlands.</p>
<p>Später, nach dem Ende des Krieges, wurde ich als „Unbelasteter“ aus dem Entlassungslager Emden von der englischen Besatzung nach Hause geschickt. Ich besuchte daraufhin für ein halbes Jahr einen „Übergangskursus für Kriegsteilnehmer“. Noch Ende 1945 nahm ich das Studium der Theologie an der Universität Göttingen auf.</p>
<p>Das war in groben Zügen meine „äußerliche“ Situation zum Kriegsende. Aber wie sah es in meinem Inneren aus? Ich möchte das an dem Wort „Kapitulation“ versuchen deutlich zu machen.<br />
Kapitulation hieß für mich: Schluss mit den Verbrechen des Krieges, Schluss mit dem Prinzip „Befehl-Gehorsam“ und Schluss mit den Parolen insbesondere der Nazizeit &#8211; für Führer, Volk und Vaterland. Wir, in der Diktatur groß geworden, einer staatlich vorgegebenen Lehrmeinung (Propaganda) ausgeliefert, waren in Wirklichkeit Anordnungen und dem Kommando von Herrenmenschen mit Macht- und Größenwahn gefolgt. Nun aber waren wir als freie Menschen aufgefordert, den bisherigen Lebensweg zu hinterfragen.</p>
<p>Eine Neuorientierung stand an. Die Kapitulation hieß für mich nicht, dass ich mich selbst aufgeben musste, sondern es war eine Buße im christlichen Sinn notwendig, eine Umkehr. Es entwickelte sich bei mir die Erkenntnis: Nicht die Gewaltanwendung gegeneinander ermöglicht weiteres gemeinsames Leben auf dieser Erde. Es gilt das Gespräch zu suchen und den Frieden mit politischen Mitteln zu erarbeiten.</p>
<p>Aber der Krieg hörte für mich am 8. Mai 1945 nicht wirklich auf. Ich erlebte und erlebe noch heute eine Übermacht des Militärischen. Leben wir heute in Deutschland vielleicht in einer trügerischen Ruhe? Die ganze Region, in der wir leben, ist den Übungsflügen der NATO-Kampfflieger (rings um ein Atomkraftwerk) mit all ihren Anlagen unbarmherzig ausgeliefert. Dies ist kein friedliches Land. Ich denke insbesondere an die Uranmunition, die im Irak zum Teil von den gleichen Flugzeugen abgeschossen wurde, die noch heute bei Nordhorn den Krieg üben. Die radioaktive Belastung der Region im südlichen Irak zeitigt besonders schlimme Folgen für viele Generationen der dortigen Bevölkerung und auch für die amerikanischen Kriegsveteranen.</p>
<p>Und vor meinen Augen habe ich wiederum den Größenwahn der Deutschen beim Rückzug aus der Sowjetunion 1943/44, wo deutsche Truppen auch über einen riesigen „Lebensraum“ verfügten, der als „verbrannte Erde“ zurückgelassen werden sollte. Und ich sah die verbrannten Dörfer und die Bevölkerung kopflos umherirren.</p>
<p>Es gibt nur einen gemeinsamen Frieden oder aber Mitwirkung an Tod, Krieg und Untergang. Das Leben ist Gottes Ziel mit uns. Wozu sind wir Christen da? „Unsere Berufung ist es, Gewalt zu überwinden“, sagt Margot Käßmann im Eröffnungsplenum der internationalen ökumenischen Friedenskonvokation am 18.Mai 2011.</p>
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		<title>Gastelternfahrt der Tschernobyl-Kinderaktion</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 08:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Gasteltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Klaus Schadwinkel,fährt seit seiner Pensionierung regelmäßig mindestens zweimal im Jahr in den durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verstrahlten Südosten von Weißrussland.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/gastelternfahrt-der-tschernobyl-kinderaktion/olympus-digital-camera-5/" rel="attachment wp-att-4634"><img class="alignright size-medium wp-image-4634" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/E-Wald-zwischen-Gomel-und-Choiniki4-Warnschild-klein-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a> Er ist Koordinator der landeskirchlichen „Arbeitsgemeinschaft Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in unserem Kirchenkreis.</p>
<p>Hier bereitete er im Februar die nächste Ferienaktion für die Kinder aus der Region südwestlich der 500.000 Menschen-Metropole Gomel vor und besucht gleichzeitig einige Einrichtungen für behinderte und kranke Menschen nahe der gesperrten Zone nördlich von Tschernobyl. Im Winter ist die Gruppe von Gasteltern, die ihn auf der Reise begleiten, vergleichsweise klein. Und so trafen diesmal nur drei Grafschafter nach einer langen Bahnfahrt und anschließenden Autofahrt im verschneiten und winterkalten Gomel ein.</p>
<p>Beladen mit zahlreichen Hilfsgütern fuhren wir kreuz und quer durch die Region und besuchten in den Einrichtungen körperlich und geistig behinderte, zumeist junge Menschen. Vor allem mit Hilfe der engagierten Leiterinnen und Leiter der Dorfschulen wird darüber hinaus ermittelt, welche bedürftigen Kinder und Familien bei der nächsten Ferienaktion berücksichtigt werden können.<br />
Klaus Schadwinkel besucht üblicherweise auch einige Familien und überreicht Briefe der Gasteltern aus der Grafschaft und dem südlichen Emsland.</p>
<p>Wie viele freundliche Menschen haben wir auf unserer neuntägigen Tour kennengelernt! Überall wurden wir reich und liebevoll bewirtet. Doch immer wieder müssen wir auch von dem Leid erfahren, welches noch 26 Jahre nach dem Atomunfall, die Menschen der Region belastet. Im Sommer kommen wieder ungefähr 100 Kinder in unsere Region. Familien, die neu in diese „Friedensaktion“ einsteigen und ein oder zwei Kinder für 4 Wochen aufnehmen möchten, können sich gerne bei Ulrich Meyer-Spethmann melden (Tel. 12334).</p>
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		<title>Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 08:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Martin-Luther-Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 9. Februar ging es als Abschluss des gleichnamigen Projektes des Martin-Luther-Kindergartens in der Blanke zur Freiwilligen Feuerwehr in Nordhorn....<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/besuch-bei-der-freiwilligen-feuerwehr/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 9. Februar ging es als Abschluss des gleichnamigen Projektes des Martin-Luther-Kindergartens in der Blanke zur Freiwilligen Feuerwehr in Nordhorn. Dort gab es zunächst eine Führung durch das gesamte Feuerwehrhaus.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/besuch-bei-der-freiwilligen-feuerwehr/2012-02-09-09-30-36-klein/" rel="attachment wp-att-4640"><img class="alignright size-medium wp-image-4640" title="2012-02-09 09.30.36 klein" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/2012-02-09-09.30.36-klein-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Den Kindern wurde die Notrufstation gezeigt, in der die Anrufe eingehen und in der der Alarm ausgelöst wird. Danach durften sie in einem Feuerwehrauto Platz nehmen und ihnen wurde die gesamte Ausrüstung gezeigt und erklärt. Unter anderem gab es ein sog. Spreizgerät zu sehen, das dem Auseinanderspreizen von verklemmten oder deformierten Autotüren dient. Es war für die Kinder kaum vorstellbar, wie schwer solch ein Gerät ist, bis sie es selbst hoch heben durften.</p>
<p>Zum Abschluss ging es zu den Spinden. Dort konnten sich die Kinder ein Bild davon machen, was eine Feuerwehrfrau bzw. ein Feuerwehrmann alles für einen Einsatz benötigt. Es war für alle ein sehr interessanter Tag.</p>
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		<title>ZurZeit Michigan IV</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 04:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doris Huels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[In der vorletzten Ausgaben der Brücke habe ich euch bereits von meiner amerikanischen Kirchengemeinde erzählt. Dieses Mal möchte ich ein...<br /><a class="more-link" href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/zurzeit-michigan-iv/">Read More &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vorletzten Ausgaben der Brücke habe ich euch bereits von meiner amerikanischen Kirchengemeinde erzählt. Dieses Mal möchte ich ein wenig auf die Aktivitäten meiner Jugendgruppe in dieser Gemeinde eingehen.</p>
<p><a href="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/2012/zurzeit-michigan-iv/leonie-klein/" rel="attachment wp-att-4626"><img class="alignright size-medium wp-image-4626" title="Leonie klein" src="http://www.lutherisch-in-nordhorn.de/wp-content/uploads/2012/03/Leonie-klein-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Wie ich es in Deutschland auch getan habe, gehe ich hier in Michigan regelmäßig zum Treffen der Jugend meiner Gemeinde. Unsere Gruppe heißt „Rives Baptist Youth Group“. An jedem Sonntagabend kommen wir zusammen.</p>
<p>Im ersten Stockwerk der Kirche befindet sich unser Jugendraum. Er besteht aus zwei großen Zimmern, die durch ein Garagentor getrennt werden können. In einem der Zimmer befindet sich eine kleine Kochecke und Tische mit Bänken sowie ein Fernseher und Sofas. Der andere Raum hat einen Tischkicker und eine Bühne, mit einem Keyboard, Gitarren, einem Schlagzeug, einem Projektor und ein Schaltpult.<br />
Unsere Gruppe besteht aus ca. 20 Jugendlichen und reicht von den Siebtklässlern bis zu den Zwölftklässlern.Außerdem haben wir fünf Erwachsene, die ehrenamtlich mitarbeiten und einen fest angestellten Jugendpastor.</p>
<p>Die Jugendgruppe hier ist allerdings ziemlich anders als der Mitarbeiterkreis in Nordhorn. In der Gemeinde meiner Gastfamilie gibt es keinen Konfirmationsunterricht. Die Jugendgruppe übernimmt gewissermaßen diese Funktion. Wir treffen uns jeden Sonntagabend für zweieinhalb Stunden. In den ersten 30 Minuten gibt es meistens Snacks und wir sitzen zusammen und reden. Dann spielen wir Spiele, zum Beispiel „Duck Duck Goose“ (Plumssack) usw. Um 19.00 Uhr kommen wir dann alle in den größeren Raum und fangen mit dem Unterricht an.</p>
<p>Anfang des Schuljahres haben wir viel über Alltagsprobleme gesprochen, und wie die Bibel uns in diesen Problemen helfen kann. Dann haben wir über die Charaktereigenschaften von Gott geredet. Im Moment haben wir das Thema „Back to the Basics“ (= zurück zu den Anfängen). Hierbei geht es um die Schöpfung der Welt. Das machen wir, um ein besseres Verständnis der Bibel zu bekommen.</p>
<p>Im Januar waren wir, die Jugendgruppe, ein Wochenende in einem Camp im nördlichen Teil von Michigan. Die meiste Zeit haben wir draußen im Schnee verbracht. Ansonsten haben wir viel über Gott geredet, und über die Lügen, die die Welt der Technik uns jeden Tag auftischt. Und wie wir mit Gottes Hilfe damit umgehen können.</p>
<p>Ansonsten unternehmen wir viel, machen Lagerfeuer, und repräsentieren unsere Gemeinde. Vor einigen Tagen sind wir zum Beispiel in einem Nachbarort gewesen und haben Hot Dogs, Heiße Schokolade und Getränke gratis ausgegeben, um unsere Gemeinde bekannt zu machen. Außerdem haben wir jedem, der bei uns angehalten hat, eine Gallone Benzin mitgegeben. Es war interessant, wie viele Leute gestoppt und mit uns geredet haben. Einige haben sogar gesagt, dass sie mal bei unserer Gemeinde vorbeischauen möchten.</p>
<p>Viele Jugendliche in meiner Jugendgruppe sind sehr daran interessiert, wie wir unseren Glauben in Deutschland praktizieren, und wollen viel über meine Jugendgruppe in Nordhorn hören. Ich freue mich dann immer sehr, davon zu erzählen.</p>
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