Veröffentlicht von Doris Hüls am Fr., 22. Jan. 2016 11:25 Uhr

„Open Door“ heißt seit September der Treffpunkt im Gemeindehaus der Christuskirche (jeden Freitagabend von 17-19 Uhr), den Simon de Vries mit einigen Interessierten ins Leben gerufen hat. Die Idee ist, auch in der Blumensiedlung eine Möglichkeit der Begegnung zu haben, die das Kennenlernen zwischen alteingesessenen oder auch nicht so alteingesessenen Nordhornern und neuen Bewohnern unserer Stadt, vor allem Flüchtlingen, fördert. Jetzt gibt es also schon fünf Monate diesen Treffpunkt und daraus sind etliche Kontakte erwachsen.

Einige Frauen (Amneh, Andrea, Anke, Cornelia, Damaris, Eva, Kimiya, Maisoun, Marianne, Martina, Johanna, Sandra, Selma, Lindita, Nahid, Zara ... so bunt sind auch unsere Vornamen!) hatten dabei die Idee, dass wir uns einmal im Monat zu einem bunten Kochabend treffen, um unsere Kochwelt auszubauen und zu erweitern, uns auszutauschen und miteinander zu essen. Die Baptistenkirche in der Kleinen Gartenstraße hat uns gastfreundschaftlich die Nutzung von Küche und Speiseraum ermöglicht, so dass es im November mit einem syrischen Abend losgehen konnte, den vor allem Amneh mit traditionellen Gerichten ihrer syrischen Heimat gestaltet hat. Kichererbsen oder Granatapfel verwenden wir in Nordhorn sicher nicht sehr häufig, aber Petersilie ist eigentlich allseits bekannt. Dass man aus Massen von Petersilie aber so einen leckeren Salat herstellen kann, hatte ich mir nicht vorstellen können … mmh. Ich denke fast wehmütig an unseren ersten Kochabend zurück.

Am zweiten Abend im Dezember hatten wir uns vorgenommen, unsere traditionellen „Grafschafter“ Plätzchenrezepte hervorzuholen und so einen typisch deutschen adventlichen Backabend zu gestalten. Lindita überraschte uns dann zusätzlich mit einem typisch albanischen Nudelgericht und einem leckeren Obstteller, die sie mit uns zubereitete. Außerdem hatte Nahid einfach mal ein adventliches Tiramisu (Eigenkreation) mitgebracht.

Die anderen Frauen backten und verzierten Plätzchen und auch Neujahrskuchen wurden schon hergestellt. Die haben nicht ganz bis Neujahr gehalten… Macht nix. Wir sammeln die Rezepte, damit jede auch für sich alles nachkochen und nachbacken kann.

Anke dokumentiert mit ihrer Kamera die Vorgänge und das leckere Ergebnis, so dass wir nach dem Genuss am Abend auch in unserer „WhatsApp-Gruppe“ später noch einen Augenschmaus zur Verfügung haben. Im Januar reisen wir dann mit unseren Kochkünsten hoch in den Norden, denn wir wollen etwas typisch Norwegisches zubereiten. Auch dort haben einige von uns schon für längere Zeit gelebt. Wir sind gespannt! Und hier ein Rezept von unserem syrischen Abend:

Baba Ganoush (Auberginencreme)
für 6 Portionen
Zutaten:
500 g Auberginen
3 El Sesampaste (Tahinpaste)
3 El Zitronensaft
2 El Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer nach Belieben
½ Bund Petersilie
1 El Oliven oder Granatapfel
Zubereitung:
1. Backofen auf die höchste Stufe stellen. Auberginen waschen und mit einer Gabel einstechen. Auf einem Backblech ca. 30 Min backen, bis sich die Schale leicht einstechen lässt.
2. Auberginenfleisch herauslösen, mit Sesampaste, Zitonensaft und Olivenöl in Mixer geben.
3. Knoblauchzehen dazu pressen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie fein hacken und unterrühren. Oliven oder Granatapfelkerne über die Auberginencreme streuen.

von Marianne Spethmann



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