Veröffentlicht von Doris Hüls am Di., 22. Mai. 2018 17:42 Uhr

Gegründet 1832 in Leipzig, setzt sich das Gustav-Adolf-Werk dafür ein, dass evangelische Gemeinden in der Minderheit ihren Glauben an Jesus Christus in Freiheit leben und bekennen können. Dass sie diakonisch in ihrer Umgebung handeln können. Dazu gehört die Unterstützung von Projekten in den evangelischen Partnerkirchen in Ost- und Westeuropa und Lateinamerika. Besuche und Begegnungen helfen, den Gauben zu teilen und gemeinsam auf dem Weg der Nachfolge Jesu Christi zu sein.

Mit mindestens 1,6 Millionen an Spendengeldern weist der jährliche Projektkatalog Hilfen für Motorisierung, für Reparaturen an Gemeindehäusern, Kirchen und Pfarrhäusern, Unterstützung von diakonischen Projekten und Hilfen zum Gemeindeaufbau aus.

Mit dem Gustav-Adolf-Werk gewinnt man den Blick in die weltweite Christenheit, sozusagen „über den Tellerrand hinaus“. In Syrien werden evangelische Schulen in Homs und Aleppo unterstützt, die trotz des täglichen Terrors des Krieges nicht geschlossen werden sollten. Zeichen der Hoffnung über die bedrückende Gegenwart hinaus in eine friedliche, gemeinsame, versöhnliche Zukunft.

In Kirgistan zeigt die kleine ev.-lutherische Kirche ein besonderes diakonisches Profil. Sozialwaisen, vor allem Mädchen, werden in einer Wohngruppe dabei unterstützt, erste Annährungen an eine Berufsausbildung zu erfahren. Über 60 Mädchen konnten vor dem Abgleiten in Prostitution und Kriminalität bewahrt werden. Ein kleines Altenheim und eine Behinderteneinrichtung für Kinder sorgt für liebevolle Betreuung.

In Medellin in Kolumbien unterstützt die kleine Missionsgemeinde Emmaus vor allem Jugendliche und Frauen in einer von Gewalt, Korruption und Drogenhandel geprägten Lebensumwelt. Ein Gemeindezentrum soll erworben werden, um Menschen vor der Kriminalität zu schützen und Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. In San Fernando bei Cadiz in Spanien unterstützt die kleine evangelische Kirchengemeinde vor allem das kulturelle Leben der Stadt und engagiert sich in der Ökumene.

Überall sind evangelische Glaubensgeschwister unterwegs, ihren Glauben kräftig auszudrücken und zu leben; vom Gustav-Adolf-Werk helfen wir ihnen als verlässliche Partner dabei.

2018 ist die Hauptgruppe Osnabrück 175 Jahre alt. Das Jahresfest feiern wir in der Gustav-Adolf-Gemeinde in Meppen am Sonnabend, 8. September, von 18 bis 21 Uhr. Das Thema des Abends lautet „Orientalische Christen in Bedrängnis“. Referent Professor Martin Tamcke aus Göttingen ist seit 40 Jahren in der Hilfe der Christen im Nahen Osten engagiert. Generalsekretär Enno Haaks aus Leipzig berichtet über Projekte des Gustav-Adolf-Werks. Zu diesem öffentlichen Abend sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Am 9. September predigen im Rahmen des Jahresfestes Pastor Ralf Männl in der Christuskirche und Pastor Hartmut Giesecke von Bergh in der Martin-Luther-Kirche in Nordhorn.

von Hartmut Giesecke von Bergh, Bad Bentheim
(Vorsitzender der HG Osnabrück)

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