Veröffentlicht von Doris Hüls am Mi., 22. Aug. 2018 09:56 Uhr

Viel Tee, viele neue Namen und viel Herzlichkeit sind mir bereits an meinem neuen Wohn- und Arbeitsort Ostrhauderfehn entgegengebracht worden. Als die letzte Brücke in den Druck ging, wusste ich noch gar nicht, wo meine erste Arbeitsstelle nach meiner Ausbildungszeit in Nordhorn sein würde – und nun wohne ich schon über einen Monat hier im südlichen Ostfriesland. Jetzt ist es Zeit, sich noch einmal umzudrehen und zum Abschied einen Gruß zu schicken.

Und mit dem Gruß kommt auch ein Dank. Danke für die Zeit mit Ihnen und mit euch, für viel gute Zusammenarbeit, für Anvertrautes, für Worte, die mir gutgetan haben, manches Nachsehen, jedes Gebet, für Unterstützung und viel Gastfreundschaft. Lauter Bilder, Lieder und Gesichter gehen mir durch den Kopf, wenn ich an Nordhorn zurückdenke - dankbare Erinnerungen, die ich mit nach Ostfriesland umziehen konnte. Es bedeutet mir viel, dass ich mit vielen von Ihnen und euch ein Stück Leben und Glauben teilen konnte. Und weil ich davon überzeugt bin, dass es nur eine gemeinsame Kirche ist, die unser Gott baut, bleibt diese Verbundenheit ja vielleicht auch so bestehen.

Obwohl ich mit der Ausbildung in Nordhorn fertig bin, fühlt sich vieles überhaupt nicht fertig an. Es gab Besuche, die ich noch vorhatte und lassen musste, Nachfragen und Wünsche, für die sich keine Gelegenheit mehr ergab. Das fällt mir nicht leicht. Aber jemand sagte mir: „Gott war ja schon vorher da, hat dich eine Zeitlang mitwirken, lernen und wachsen lassen, und wird es nun wieder ohne dich schaffen.“ So wird es wohl sein. Auch in meiner neuen Gemeinde bin ich übrigens wieder Teil eines Teams, zusammen mit einem weiteren Pastor und einer Jugenddiakonin, die ebenfalls neu in die Gemeinde kommt. Außerdem gibt es natürlich, wie auch in Nordhorn, einen frisch gewählten und sehr motivierten Kirchenvorstand. Ganz viel Umbruch also – für uns als Team eine große Aufgabe und eine große Chance zugleich, mit viel Gestaltungsmöglichkeit. Darauf bin ich unheimlich gespannt. Und wenn Sie mal auf dem Weg an die Nordsee eine Pause brauchen, kommen Sie einfach auf eine Tasse ostfriesischen Tee vorbei.

Seien Sie herzlich gegrüßt und Gott befohlen!

Ihre Karolin Eckstein

Mit einigen anderen Gemeindegliedern aus Nordhorn erlebte ich am 1. Juli einen fröhlichen Ordinationsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Holterfehn. Karolin Eckstein war erfreut, als sie unser Auto mit dem NOH-Kennzeichen auf dem Weg zur Kirche entdeckte. In seiner sehr launigen Predigt ging Landessuperintendent Dr. Klahr auf die Lebensstationen von Karolin Eckstein ein. In Erinnerung bleiben die erklärenden Worte der frisch ordinierten Pastorin: „Weil ich mich so verstehe. Ich bin ein Teil der Gemeinde.“  in Anlehnung an ihren Ordinationsvers aus dem 1. Petrusbrief: „Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist.“
Der Gottesdienst endete mit dem auf plattdeutsch gesungenen Ostrhauderfehn-Lied und wir wußten, dass Karolin Eckstein gut in ihrer ersten Gemeinde angekommen ist und herzlich aufgenommen wurde.

von Wolfgang Kirsch

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