DER WEG ZU DEN WURZELN - ZUR ENTWICKLUNG DER MARTIN-LUTHER-GEMEINDE

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DER WEG ZU DEN WURZELN - ZUR ENTWICKLUNG DER MARTIN-LUTHER-GEMEINDE

# Gemeindeleben

DER WEG ZU DEN WURZELN - ZUR ENTWICKLUNG DER MARTIN-LUTHER-GEMEINDE

Christus spricht: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“. Mit der Tageslosung aus dem Pauluswort aus dem 2. Brief an die Korinther, habe ich am 21. Juni 2026 die Gemeindeversammlung zur Entwicklung und Zukunft unserer

Martin-Luther-Gemeinde eröffnet.

 Schwach und kraftlos, so hat sich der Kirchenvorstand der Gemeinde in den vergangenen Monaten seit der Sperrung unsere Kirche im Dezember letzten Jahres oft gefühlt.

Die Hoffnung auf eine schnelle Aufhebung der Sperrung hat sich seitdem, von Monat zu Monat, mehr und mehr zerschlagen.

Die Kostenvoranschläge für die notwendigen weiteren Untersuchungen und weiter notwendige Reparaturen übersteigen die finanziellen Rücklagen und Möglichkeiten der Gemeinde um ein Vielfaches. Gleichzeitig galt es, das mit der Stadt Nordhorn vereinbarte Neubauprojekt für die Martin-Luther-Kita nicht durch die veränderte Situation der Gemeinde zu behindern oder zu verzögern. Vor diesem Hintergrund hat der Kirchenvorstand, im Rahmen einer Klausur im Kloster Frenswegen, die wohl schwerwiegendsten Entscheidungen seit der Gründung der Gemeinde treffen müssen.

 Der Vorstand hat beschlossen, die Martin-Luther-Kirche zurückzubauen, da eine wirtschaftlich tragfähige Sanierung für die Gemeinde nicht mehr möglich ist. Ein Beschluss, der

allen Beteiligten unendlich schwergefallen ist und eine große Traurigkeit und Trauer ausgelöst hat.

Um den Standort der Gemeinde grundsätzlich zu erhalten, wurde weiter beschlossen, das Gemeindehaus anteilig in die Planungen für einen Ersatzbau des Martin-Luther-Kindergartens einzubeziehen. Der untere Teil des Gemeindehauses bleibt in der Gemeindenutzung. Das Obergeschoss wird zukünftig von der KiTa genutzt und durch einen Neubau ergänzt.

Der historische Bartning-Saal wird wieder zum liturgischen Raum der Martin-Luther-Gemeinde. Bereits seit Weihnachten letzten Jahres feiert die Gemeinde ihre Gottesdienste wieder in ihrem ursprünglichen Kirchsaal.

Damit kehrt die Gemeinde nach über 70 Jahren wieder zu ihrem Ursprung und zu ihren Wurzeln zurück. Das Gemeindefest am 13. September, das ursprünglich der Feier der Jubiläen, der Einweihung des ersten Gemeindehauses (1951), der Grundsteinlegung für die Kirche (1956), sowie der Einweihung der Martin-Luther- KiTa (1956) gewidmet war, wird vor diesem Hintergrund ein Fest des Abschieds und des Aufbruchs.

 Unter der Jahreslosung 2026

 „Gott spricht, siehe ich mache alles neu“,

 macht sich die Martin-Luther-Gemeinde auf den Weg in die Zukunft.

Ein neues Kapitel der Martin-Luther-Gemeinde und der Martin-Luther-KiTa auf der Blanke wird aufgeschlagen.

Michael Rilke

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