Das Umweltmanagement befasst sich als Teil des Managements eines Betriebs oder einer Institution – wie unserer Kirchengemeinde – mit Fragen der Auswirkungen der Arbeit auf die Umwelt. Der klassische betriebliche Umweltschutz wendet eine Vielzahl mehr oder minder erfolgreicher Umsetzungsinstrumente an. Viele Einrichtungen haben Umweltbeauftragte, die die Umsetzung von allgemeinen Umweltstandards, von Ge- und Verboten sowie Ideen vorantreiben. Weitere Beauftragungen sollen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in den Bereichen Arbeitssicherheit, Gefahrstoffe sowie Hygiene sicherstellen.

Mitunter erklären MitarbeiterInnen verschiedener Institutionen, sie täten auch ohne spezielle Organisationsstrukturen doch schon sehr viel für den Umweltschutz. Wenn Umweltschutz aber in den Verantwortungsbereich weniger Engagierter gegeben wird, bleibt er meist etwas Zusätzliches. Dann entpuppt sich Umweltschutz oft als vorübergehendes Strohfeuer, vielfach reduziert auf kurzfristige und wenig nachhaltige Aktionen. Im Umweltmanagement geht es darum, vorhandene gute Ansätze zu systematisieren und v.a. Umweltschutz an das normale Tagesgeschäft anzupassen.

In Form eines Umweltmanagementsystems werden die Zuständigkeiten, Abläufe und Vorgaben zur Umsetzung des Umweltmanagements strukturiert festgelegt. Der Erfolg eines solchen Umweltmanagementsystems steht und fällt mit seiner Fähigkeit, Mitarbeitende und in unserem Fall auch möglichst viele Gemeindemitglieder an der Umsetzung und Fortentwicklung zu beteiligen und sie für den Umweltschutz als christliche Verantwortungshaltung zu motivieren.